1. Geburtsjahr? Ausbildung? Jetziger Wohnort, Arbeitsplatz?
2. Wo liegt Dein Fokus, Deine Tätigkeit im Design?
3. Seit wann bist Du im Design tätig?
4. Wie genau lautete Deine Aufgabe an die Studenten (und wieso)?
5. Warum gibst Du Workshops?
6. Welche Bedeutung misst Du dem Austausch z.B. bei einem Workshop bei?
7. Was kann ein Workshop, das ein normaler Kurs im Studium nicht kann?
Sven Völker
Rasmus Giesel
Robert Beckand
Catalogtree
Vier5
Dirk Laucke
Thomas Weyres
Kristian Wolf
Ludovic Balland
SVEN VÖLKER
1
Geboren 1974.
Diplom an der HfK in Bremen und dann MA an der Middlesex University in London bei Peter Rea.
Ich wohne in Berlin, arbeite in meinem Büro und lehre an der HfG Karlsruhe
(ab April in Halle an der Kunsthochschule Burg Giebichenstein).
2
Ich habe mich fünf Jahre lang intensiv mit Corporate Design beschäftigt.
Wir haben das weltweite Erscheinungsbild für die Suzuki Motor Corporation gestaltet. Davor und danach bin ich aber eigentlich mit den unterschiedlichsten Dingen beschäftigt gewesen.
3
1998 habe ich gemeinsam mit Thomas Weiling und Peter Rea die Profile-Intermedia Konferenz erfunden. Seitdem hat mich die Idee des Intermedialen nicht mehr losgelassen.
4
Corporate Collage Creatures - produziere mit Hilfe der Collagetechnik: Wesen.
Sie können bekannte Marken repräsentieren, weniger bekannte oder erfunden. Sie können auffällig sein oder bescheiden. Sie können dem Menschen ähneln, oder Tieren oder Maschinen. Ob superstark, superschlau oder superschnell, oder supersonstwas, sie müssen einen starken Charakter haben. Früher gab es den Michelin Mann, Lurchi und Captain Iglo. Aber die sind ein wenig aus der Mode gekommen. Versuche durch die Kombination von Gegensätzen eine "minimalistische" Komplexität zu erzielen. Ein Widerspruch, der sich nur so lösen lässt: Statt ein perfektes Wesen, produziere besser zwanzig.
Ich arbeite seit einiger Zeit an einer Idee für ein Corporate Design-Buch.
Leider sind solche Projekte immer sehr langwierig und manchmal scheitern sie auch. Aber ich glaube, es ist dringend an der Zeit, dass man diesen eher trockenen Bereich im Grafikdesign ein wenig wässert.
5
Weil ich eingeladen wurde und Lust hatte, nach Bremen zu kommen, wo ich selbst studiert habe. Workshops sind so schön schnell und unverbindlich. Manchmal gelingen sie, manchmal nicht. Dieser war ein Erfolg.
6
Die Zeit ist knapp und man ist gezwungen, schnell zu entscheiden. Gerade am Anfang, also im Studium, ist die schwierigste Sache, Entscheidungen zu treffen. Später fällt das leichter, mit der Erfahrung kommt die Leichtigkeit, Entscheidungen zu fällen. Aber im Studium denkt und arbeitet man ewig an den Dingen und macht sie dann häufig irgendwann nicht mehr besser, sondern schlechter.
RASMUS GIESEL
1
1977, Diplom Designer, London, North Associates London.
2
Corporate Identities
3
Seit 2000.
4
Dein Block. Erstelle eine visuelle Sprache für ein Stadtviertel deiner Wahl. Suche nach Identifikationspunkten und versuche sie in deiner Arbeit zu reflektieren.
5
Es ist eine sehr dankbare Aufgabe sich außerhalb der Arbeitswelt mit interessierten Studenten über neue oder abstrakte Fragestellungen Gedanken zu machen. Das Umfeld der Universität erlaubt experimentelle, progressive und mutige Antworten.
6
Unter den Studenten entsteht ein erhöhter Austausch durch die intensive Zusammenarbeit mit anderen Studenten. Das gegenseitige voneinander Lernen verstärkt sich in Workshopkonstellationen.
Der Austausch zwischen Studenten und Lehrkräften ist für die Studenten gut, da sie unterschiedlichen Berufsauslegungen begegnen und Erfahrungen aus der Berufswelt erlangen.
Für mich als Lehrkraft ist ein Workshop wie eine große Inspirationsmaschine. Außerdem kann man in Zusammenarbeit mit den Studenten Projekte verwirklichen, zu denen man im Berufsalltag nicht kommt. Auch die Vorbereitung auf einen Workshop ist eine sehr gute Übung zur Artikulation und Konzentration der eigenen Gedanken und Standpunkte.
7
Ich bin der Meinung, dass Workshops Studenten in schnellerer Zeit sehr viel besser ausbilden. Workshops schaffen ein konzentriertes Arbeitsklima, Studenten lernen gleichzeitig von ihren Kommilitonen und den Lehrkräften, da sich alle für lange Zeit zur Verfügung stehen. Durch die konzentrierte Auseinandersetzung mit einer Designaufgabe, entwickeln Studenten schneller eigene Haltungen zu Gestaltungsfragen im jeweiligen Bereich des Workshops.
ROBERT BECKAND
1
I am educated as a graphic designer at the Willem de Kooning Academie in Rotterdam (1993-1997). While doing my graduate I started my own company together with two classmates (75B based in Rotterdam). I left 75B in 2009 to start independently in Berlin.
2
You could say that my main focus would be information Design. To organize a structure or to communicate 'information' in a very broad sence.
Most of the times the source of work arise out of an idea rather then a form. This idea is often developed in a very simple and clear design.
3
I've been working in this field since I graduated in 1997.
4
My task was to introduce them with my way of thinking and to combine that with an one-day-mission.
5
I think it's good to experience all kinds of different influences from outside in order to make serious progression in your study.
6
A workshop has an own kind of vibe which isn't comparable with the one of a normal class. First of all, the 'teacher' (is most of the time not a real teacher) can provide fresh, new, independed opinions about the field, without any responsibility to the educational institute. Secondly, a certain amount of time is also very precious to create a buzz of the moment if you know what I am talking about.
I remembered the participated workshops -in my own education- as one of the most valuable lessons at all.
CATALOGTREE
1
Joris Maltha:
Werkplaats Typografie (2000), 1974, Arnhem, Arnhem & Rotterdam
Daniel Gross:
Werkplaats Typografie (2001), 1973, Rotterdam, Arnhem & Rotterdam
2
Informationsdesign, Generative Systeme, Typografie, Tinkering
3
Seit 2001.
4
»WANDER / WANDERN«
Entlang einer vorher abgesprochenen Route innerhalb Bremens wird ein Archiv ausgewählter dynamischer Elemente erstellt. Methoden der Erfassung und Speicherung können selber gewählt werden, sollten aber auf mindestens zwei unterschiedlichen Prozeduren beruhen.
Dieser Datensatz (Mehr als 500 Einträge, mehr als 2 Dimensionen) ist Grundlage für eine zu erstellende Visualisierung.
5
Sowie für die Studenten als auch für uns bieten Workshops eine inspirierende Abwechslung zur alltäglichen Arbeit. Den intensiven Austausch mit den Studenten schätzen wir sehr. Es besteht die Möglichkeit, den Auftrag unter anderen Anfordeungen anzugehen.
6
Wir denken, dass Workshops eine wichtige Bedeutung haben. Da wir auch selbst unterrichten kennen wir die Arbeitsweise von Studenten im »normalen« Seminar. Oftmals sind die Ergebnisse eines Workshops viel spontaner als die eines Seminars, für das man mehr Zeit hat. Den interdisziplinären Austausch von Studenten aus verschienden Semestern und Studienrichtungen finden wir spannend und wichtig. Darüberhinaus können wir selbst viel von den Studenten lernen – wie sie an etwas herangehen und untersuchen. Es macht Spaß gemeinsam Themen zu entwickeln -- ohne einen intensiven Austausch könnte ein Workshop sowieso nicht funktionieren.
7
Bei einem Workshop gibt es meistens eine begrenzte Zeit (oftmals nur von
3-5 Tagen). Das bedeutet, dass die Teilnehmer (und wir) sofort mit der Arbeit beginnen müssen. Im Seminar werden die ersten Treffen oftmals für Besprechung von Konzepten verwendet wo hingegen dem Studenten innerhalb eines Workshops hierfür nur eine begranzte Zeit bleibt, die es zu nutzen gilt.
Im Gegensatz zu unseren Kursen, die wir einmal die Woche in Arnheim geben, arbeiten wir bei einem Workshop über mehrere Tage von morgens bis abends mit den Studenten zusammen.
VIER5
1
hochschule für gestaltung (hfg) offenbach, paris, paris.
2
keine ahnung
3
keine ahnung
4
ich weiss es nicht mehr.
es ging um codierung und decodierung.
es ging um strukturen und arbeitsweisen.
vielleicht auch um ordnungsysteme.
5
wir geben keine workshops mehr, bremen war der letzte.
6
im moment messen wir workshops kaum noch bedeutung bei.
wir sehen mittlerweile verstärkt das potential in einer seriösen,
ständigen lehre. ein workshop sollte nur ein oder zwei mal im
studium gemacht werden.
der austausch ist generell natürlich gut. aber wenn der workshop vorbei ist,
dann ist ein bestimmtes interesse geweckt und dann geht es oft nicht weiter.
die leute sind nach einer woche, wenn der workshop gut läuft, hoch motiviert
und dann kommt nichts mehr nach. das kann enttäuschend sein und die
leute zurückwerfen.
es kann ein flaues gefühl sein, in etwa wie abgestandene cola trinken.
studenten sollten im eigentlichen studium motiviert werden/sein,
ein workshop sollte nur ein bonus sein.
7
ein workshop kann einen kurzfristigen einblick in andere arbeits-
bzw. sichtweise von anderen geben. ein workshop ist eine art "ausflug".
man kann schnell und effektiv zu einem ergebnis kommen, oder eine
andere richtung einschlagen. wenn man das gelernte danach nicht vertieft,
war der workshop aber sinnlos.
DIRK LAUCKE
1
1965 Berlin, Ausbildung am Fachbereich Visuelle Kommunikation der UdK Berlin. Seit 1996 wohnhaft in Amsterdam. Gründung Studio Laucke Amsterdam in 2000, Gründung Studio Laucke Siebein Berlin in 2009.
2
Die meisten unserer Auftraggeber sind tätig im Bereich Kunst, Kultur und Architektur. Das interessiert uns sehr.
3
Seit 1990, dem Beginn meines Studiums an der UdK.
4
Aufgabe: Eine Ausstellung mit dem Titel 'A4, supersize me'. Gestalte Plakate zur Ausstellung oder andere Maßnahmen im öffentlichen Raum. Keine Prototypen, sondern eine minimale Auflage von 50 Stück. Denn die Ausstellung wird wirklich statt finden. Ort: die HfK Bremen. Exponate: die Plakate (oder Maßnahmen).
Wieso: Die Wahrscheinlichkeit das direkt nach dem Studium ein Auftraggeber, sagen wir mal die Bundesregierung, anklopft und fragt: könnten sie uns bitte ein Erscheinungsbild entwerfen, Geld kein Problem, ist klein. Grösser ist die Chance, dass Aufträge mit minimalem Budget realisiert werden müssen. Ausserdem waren die Studenten gezwungen Gestaltungslösungen zu finden die sich mit einfachen Mitteln und Apparaten reproduzieren lassen. Das bietet angenehme Einschränkungen im Universum der Möglichkeiten.
5
Ab und zu werde ich gefragt, Workshops zu geben. Meistens gibt es dann keinen Grund, nein zu sagen. Es würde mich freuen, wenn Studenten nach meinem Workshop noch sicherer als zuvor wüssten, dass sie Designer werden wollen. In diesem Sinne bin ich ein Missionar.
6
Ich weiss nicht, wie der Unterricht an der HfK normalerweise organisiert ist. Aber während eines Workshops sitzen die Studenten für ein paar Tage intensiv beieinander. Aus meiner eigenen Studienzeit erinnere ich mich dunkel, dass ich die Kommentare zu den Ideen der anderen oft genau so lehrreich fand wie die Bemerkungen zu meiner eigenen Bastelarbeit. Das Wettkampfelement, alle bearbeiten die gleiche Aufgabe, ist ziemlich interessant. Für mich war es motivierend zu sehen, dass die anderen immer die besseren Sachen hatten.
7
Bei einem Workshop darf nicht getrödelt werden. Ein paar Gedanken nur und die Sache ist auch schon wieder vorbei.
THOMAS WEYRES
1
1978, Diplom 2005 an der FH Münster, FB Design. Berlin, Kreuzberg
2
Eigentlich Editorial Design, aber zunehmend Corporate Design und Web
3
2005
4
Mir ging es um einen Eingriff in ein System, oder eine Neuinterpretation eines bestehenden Systems. Wir haben erst gemeinsam zwei Beispiele angesehen, zum einen "I am new" – ein Video des Musikers Kutiman aus Israel. Er hat ein Album produziert, das komplett aus Youtube-Videos gesampelt ist. Interessant finde ich hier, wie Kutiman Videos fremder Menschen neu arrangiert und einzelne Teile zu einem neuen, komplexen Ganzen zusammensetzt, aus dem jedoch die einzelnen verwendeten Teile klar heraus lesbar sind. Zum anderen haben wir uns eine ältere Arbeit von mir für den Westfälischen Kunstverein und DIE ZEIT angesehen – hier ging es um die Kodierung von Informationen im Kontext von SMS-Nachrichten. In ihrer extrem minimalistischen, strengen Form erscheinen die Grafiken zunächst wie abstrakte Zeichnungen oder Computergraphiken. Erst auf den zweiten Blick wird deutlich, dass die Grafiken Fingerbewegungen auf der Tastatur des Handys visualisieren: Als Betrachter kann man versuchen, zu rekonstruieren, welche Nachrichten hinter den Linienformationen verborgen sein mögen, und man beginnt, über den Prozess der Codierung individueller Nachrichten mittels eines normierten Zeichensystems sowie deren unsichtbare Versendung durch den Kommunikationsraum nachzudenken.
Aufgabe war anschliessend, ein bestehendes System, welches sich innerhalb des Raumes der HfK befindet, neu zu interpretieren.
5
Das hat sich so ergeben und war keine bewusste Entscheidung.
6
Ich denke Austausch ist das Rückgrat jedes Workshops.
7
Austausch, einen direkten Blick in die "wirkliche" Welt werfen.
KRISTIAN WOLF
1
geboren am 06. Februar 1971
— 1989 bis 1990 Berufsausbildung Siebdrucker
— 1990 bis 1991 Studium Druckereitechnik
— 1991 bis 1998 Studium Kommunikationsdesign in Wuppertal
bei Prof. Dr. h. c. Bazon Brock und Prof. Uwe Loesch
— 1998 bis 2001 Wissenschaftlicher Mitarbeiter Lehrgebiet für Visuelle
Kommunikation Prof. Hans Günter Schmitz
— 1999 Gründung des Designbüros chewing the sun gbr
— 2001 bis 2002 WMA-Stelle zur Förderung des Gründungsvorhabens Tracerecorder durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung
— 2002 Gründung der Chewing the Sun Kommunikationsdesign GmbH
zusammen mit Eva Gödel und Martin Steinigen
— 2004 bis 2007 Vertretungsprofessur für das Fach Online Medien im Fachbereich
Design der Fachhochschule Münster
— seit SS 09 Vertretungsprofessur für das Fach Gestaltung konzeptueller /
kommunikativer Prozesse am Fachbereich Gestaltung der FH Bielefeld
2
Konzeption (medienunabhängig)
3
Die ersten gestalterischen Auseinandersetzungen, die ich erinnere fanden
wohl im Kindergarten statt.
4
Service Learning
Aufgabe: Suchen Sie sich eine Non-Profit Organisation, für die Sie ein neues
CD entwerfen.
Erstellen Sie eine Geschäftsausstattung und/oder eine Kampagne.
5
Es war mein erster – ich bin von Andrea eingeladen worden. Ich fand es sehr
interessant zu erfahren, wie Eure Gruppe gearbeitet hat. Trotz extrem kurzer
Bearbeitungszeit hatten am Ende alle eine nachvollziehbare Präsentation. Die
konzeptionelle Verdichtung, die durch die komprimierte Arbeitszeit entsteht
ist sehr fruchtbar.
6
Der Austausch zwischen den Studierenden? Ich glaube, die gemeinsame
Zwischen- und Endpräsentation der Ergebnisse ist für alle Teilnehmer ein
unglaublich wichtiger Lernfaktor. Zu sehen was die anderen gemacht haben und
sich selbst dazu ins Verhältnis zu setzen, ist im Studium total wichtig.
Diese Reibungsfläche kann ein Dozent nicht bieten, er kann nur die Situation
inszenieren und diese Situation entsteht im Workshop.
7
Ein Workshop bietet die Gelegenheit, einen Tag der Konzentration auf ein
Thema auszuhalten und/oder zu genießen. Die Recherche und
Orientierungsphase, die für die konzeptionelle Auseinandersetzung manchmal
sehr wichtig ist, ist im Workshop sehr kurz. Da zeigt sich, ob jemand in der
Lage ist, in seinem eigenen Fundus zu graben und Ideen ans Licht zu
befördern. Das ist eine Feuerprobe für Gestalter. Was nicht drin ist, kann
auch nicht rauskommen.
LUDOVIC BALLAND
1
1. Oktober 1973. Grafikfachklasse in Basel an der Schule für Gestaltung, abgeschlossen in 2000. Basel, Basel.
2
Typographie/Editorial Design/Erscheinungsbilder
3
seit 2000
4
zum beispiel : 'Remember me what you saw' oder 'write me the titel' oder 'bring me the M' ... der Titel versucht immer, eine reale Arbeitssituation zwischen Kunde und Designer zu erzeugen. Ich komme, um etwas zu verlangen, ich nehme den Studenten als 'Kollaborateur' oder als 'Mitarbeiter' wahr.
5
Es ist ein gute Austauschsmöglichkheit, ferner möchte ich meine Haltung Design und Typographie gegenüber kommunizieren. Auch weil ich gerne sehe, wie was in anderen Schulen funktioniert. Design ist letzlich immer ein persönlicher Blick. Workshops ermöglichen es den Studenten, eben diese persönliche Erfahrung mit dem Workshopleiter zu machen.
6
Das Wichtigste ist die Aufgabenstellung. Sie soll Raum für den Prozess lassen. Und natürlich die Ausseinandersetzung der Studenten mit dem Thema.
7
Stärken sind die konzentrierte Zeit und das Resultat am Ende der Woche. Schwäche ist, dass die kurze Zeit keine Entwicklung auf Dauer ermöglicht. Workshops sind wie kurze Elektroshocks. Sie sind wie ein kurzer 'Trip'. Es macht abhängig.
1. Geburtsjahr? Ausbildung? Jetziger Wohnort, Arbeitsplatz?
2. Wo liegt Dein Fokus, Deine Tätigkeit im Design?
3. Seit wann bist Du im Design tätig?
4. Wie genau lautete Deine Aufgabe an die Studenten (und wieso)?
5. Warum gibst Du Workshops?
6. Welche Bedeutung misst Du dem Austausch z.B. bei einem Workshop bei?
7. Was kann ein Workshop, das ein normaler Kurs im Studium nicht kann?
Sven Völker
Rasmus Giesel
Robert Beckand
Catalogtree
Vier5
Dirk Laucke
Thomas Weyres
Kristian Wolf
Ludovic Balland
SVEN VÖLKER
1
Geboren 1974.
Diplom an der HfK in Bremen und dann MA an der Middlesex University in London bei Peter Rea.
Ich wohne in Berlin, arbeite in meinem Büro und lehre an der HfG Karlsruhe
(ab April in Halle an der Kunsthochschule Burg Giebichenstein).
2
Ich habe mich fünf Jahre lang intensiv mit Corporate Design beschäftigt.
Wir haben das weltweite Erscheinungsbild für die Suzuki Motor Corporation gestaltet. Davor und danach bin ich aber eigentlich mit den unterschiedlichsten Dingen beschäftigt gewesen.
3
1998 habe ich gemeinsam mit Thomas Weiling und Peter Rea die Profile-Intermedia Konferenz erfunden. Seitdem hat mich die Idee des Intermedialen nicht mehr losgelassen.
4
Corporate Collage Creatures - produziere mit Hilfe der Collagetechnik: Wesen.
Sie können bekannte Marken repräsentieren, weniger bekannte oder erfunden. Sie können auffällig sein oder bescheiden. Sie können dem Menschen ähneln, oder Tieren oder Maschinen. Ob superstark, superschlau oder superschnell, oder supersonstwas, sie müssen einen starken Charakter haben. Früher gab es den Michelin Mann, Lurchi und Captain Iglo. Aber die sind ein wenig aus der Mode gekommen. Versuche durch die Kombination von Gegensätzen eine "minimalistische" Komplexität zu erzielen. Ein Widerspruch, der sich nur so lösen lässt: Statt ein perfektes Wesen, produziere besser zwanzig.
Ich arbeite seit einiger Zeit an einer Idee für ein Corporate Design-Buch.
Leider sind solche Projekte immer sehr langwierig und manchmal scheitern sie auch. Aber ich glaube, es ist dringend an der Zeit, dass man diesen eher trockenen Bereich im Grafikdesign ein wenig wässert.
5
Weil ich eingeladen wurde und Lust hatte, nach Bremen zu kommen, wo ich selbst studiert habe. Workshops sind so schön schnell und unverbindlich. Manchmal gelingen sie, manchmal nicht. Dieser war ein Erfolg.
6
Die Zeit ist knapp und man ist gezwungen, schnell zu entscheiden. Gerade am Anfang, also im Studium, ist die schwierigste Sache, Entscheidungen zu treffen. Später fällt das leichter, mit der Erfahrung kommt die Leichtigkeit, Entscheidungen zu fällen. Aber im Studium denkt und arbeitet man ewig an den Dingen und macht sie dann häufig irgendwann nicht mehr besser, sondern schlechter.
RASMUS GIESEL
1
1977, Diplom Designer, London, North Associates London.
2
Corporate Identities
3
Seit 2000.
4
Dein Block. Erstelle eine visuelle Sprache für ein Stadtviertel deiner Wahl. Suche nach Identifikationspunkten und versuche sie in deiner Arbeit zu reflektieren.
5
Es ist eine sehr dankbare Aufgabe sich außerhalb der Arbeitswelt mit interessierten Studenten über neue oder abstrakte Fragestellungen Gedanken zu machen. Das Umfeld der Universität erlaubt experimentelle, progressive und mutige Antworten.
6
Unter den Studenten entsteht ein erhöhter Austausch durch die intensive Zusammenarbeit mit anderen Studenten. Das gegenseitige voneinander Lernen verstärkt sich in Workshopkonstellationen.
Der Austausch zwischen Studenten und Lehrkräften ist für die Studenten gut, da sie unterschiedlichen Berufsauslegungen begegnen und Erfahrungen aus der Berufswelt erlangen.
Für mich als Lehrkraft ist ein Workshop wie eine große Inspirationsmaschine. Außerdem kann man in Zusammenarbeit mit den Studenten Projekte verwirklichen, zu denen man im Berufsalltag nicht kommt. Auch die Vorbereitung auf einen Workshop ist eine sehr gute Übung zur Artikulation und Konzentration der eigenen Gedanken und Standpunkte.
7
Ich bin der Meinung, dass Workshops Studenten in schnellerer Zeit sehr viel besser ausbilden. Workshops schaffen ein konzentriertes Arbeitsklima, Studenten lernen gleichzeitig von ihren Kommilitonen und den Lehrkräften, da sich alle für lange Zeit zur Verfügung stehen. Durch die konzentrierte Auseinandersetzung mit einer Designaufgabe, entwickeln Studenten schneller eigene Haltungen zu Gestaltungsfragen im jeweiligen Bereich des Workshops.
ROBERT BECKAND
1
I am educated as a graphic designer at the Willem de Kooning Academie in Rotterdam (1993-1997). While doing my graduate I started my own company together with two classmates (75B based in Rotterdam). I left 75B in 2009 to start independently in Berlin.
2
You could say that my main focus would be information Design. To organize a structure or to communicate 'information' in a very broad sence.
Most of the times the source of work arise out of an idea rather then a form. This idea is often developed in a very simple and clear design.
3
I've been working in this field since I graduated in 1997.
4
My task was to introduce them with my way of thinking and to combine that with an one-day-mission.
5
I think it's good to experience all kinds of different influences from outside in order to make serious progression in your study.
6
A workshop has an own kind of vibe which isn't comparable with the one of a normal class. First of all, the 'teacher' (is most of the time not a real teacher) can provide fresh, new, independed opinions about the field, without any responsibility to the educational institute. Secondly, a certain amount of time is also very precious to create a buzz of the moment if you know what I am talking about.
I remembered the participated workshops -in my own education- as one of the most valuable lessons at all.
CATALOGTREE
1
Joris Maltha:
Werkplaats Typografie (2000), 1974, Arnhem, Arnhem & Rotterdam
Daniel Gross:
Werkplaats Typografie (2001), 1973, Rotterdam, Arnhem & Rotterdam
2
Informationsdesign, Generative Systeme, Typografie, Tinkering
3
Seit 2001.
4
»WANDER / WANDERN«
Entlang einer vorher abgesprochenen Route innerhalb Bremens wird ein Archiv ausgewählter dynamischer Elemente erstellt. Methoden der Erfassung und Speicherung können selber gewählt werden, sollten aber auf mindestens zwei unterschiedlichen Prozeduren beruhen.
Dieser Datensatz (Mehr als 500 Einträge, mehr als 2 Dimensionen) ist Grundlage für eine zu erstellende Visualisierung.
5
Sowie für die Studenten als auch für uns bieten Workshops eine inspirierende Abwechslung zur alltäglichen Arbeit. Den intensiven Austausch mit den Studenten schätzen wir sehr. Es besteht die Möglichkeit, den Auftrag unter anderen Anfordeungen anzugehen.
6
Wir denken, dass Workshops eine wichtige Bedeutung haben. Da wir auch selbst unterrichten kennen wir die Arbeitsweise von Studenten im »normalen« Seminar. Oftmals sind die Ergebnisse eines Workshops viel spontaner als die eines Seminars, für das man mehr Zeit hat. Den interdisziplinären Austausch von Studenten aus verschienden Semestern und Studienrichtungen finden wir spannend und wichtig. Darüberhinaus können wir selbst viel von den Studenten lernen – wie sie an etwas herangehen und untersuchen. Es macht Spaß gemeinsam Themen zu entwickeln -- ohne einen intensiven Austausch könnte ein Workshop sowieso nicht funktionieren.
7
Bei einem Workshop gibt es meistens eine begrenzte Zeit (oftmals nur von
3-5 Tagen). Das bedeutet, dass die Teilnehmer (und wir) sofort mit der Arbeit beginnen müssen. Im Seminar werden die ersten Treffen oftmals für Besprechung von Konzepten verwendet wo hingegen dem Studenten innerhalb eines Workshops hierfür nur eine begranzte Zeit bleibt, die es zu nutzen gilt.
Im Gegensatz zu unseren Kursen, die wir einmal die Woche in Arnheim geben, arbeiten wir bei einem Workshop über mehrere Tage von morgens bis abends mit den Studenten zusammen.
VIER5
1
hochschule für gestaltung (hfg) offenbach, paris, paris.
2
keine ahnung
3
keine ahnung
4
ich weiss es nicht mehr.
es ging um codierung und decodierung.
es ging um strukturen und arbeitsweisen.
vielleicht auch um ordnungsysteme.
5
wir geben keine workshops mehr, bremen war der letzte.
6
im moment messen wir workshops kaum noch bedeutung bei.
wir sehen mittlerweile verstärkt das potential in einer seriösen,
ständigen lehre. ein workshop sollte nur ein oder zwei mal im
studium gemacht werden.
der austausch ist generell natürlich gut. aber wenn der workshop vorbei ist,
dann ist ein bestimmtes interesse geweckt und dann geht es oft nicht weiter.
die leute sind nach einer woche, wenn der workshop gut läuft, hoch motiviert
und dann kommt nichts mehr nach. das kann enttäuschend sein und die
leute zurückwerfen.
es kann ein flaues gefühl sein, in etwa wie abgestandene cola trinken.
studenten sollten im eigentlichen studium motiviert werden/sein,
ein workshop sollte nur ein bonus sein.
7
ein workshop kann einen kurzfristigen einblick in andere arbeits-
bzw. sichtweise von anderen geben. ein workshop ist eine art "ausflug".
man kann schnell und effektiv zu einem ergebnis kommen, oder eine
andere richtung einschlagen. wenn man das gelernte danach nicht vertieft,
war der workshop aber sinnlos.
DIRK LAUCKE
1
1965 Berlin, Ausbildung am Fachbereich Visuelle Kommunikation der UdK Berlin. Seit 1996 wohnhaft in Amsterdam. Gründung Studio Laucke Amsterdam in 2000, Gründung Studio Laucke Siebein Berlin in 2009.
2
Die meisten unserer Auftraggeber sind tätig im Bereich Kunst, Kultur und Architektur. Das interessiert uns sehr.
3
Seit 1990, dem Beginn meines Studiums an der UdK.
4
Aufgabe: Eine Ausstellung mit dem Titel 'A4, supersize me'. Gestalte Plakate zur Ausstellung oder andere Maßnahmen im öffentlichen Raum. Keine Prototypen, sondern eine minimale Auflage von 50 Stück. Denn die Ausstellung wird wirklich statt finden. Ort: die HfK Bremen. Exponate: die Plakate (oder Maßnahmen).
Wieso: Die Wahrscheinlichkeit das direkt nach dem Studium ein Auftraggeber, sagen wir mal die Bundesregierung, anklopft und fragt: könnten sie uns bitte ein Erscheinungsbild entwerfen, Geld kein Problem, ist klein. Grösser ist die Chance, dass Aufträge mit minimalem Budget realisiert werden müssen. Ausserdem waren die Studenten gezwungen Gestaltungslösungen zu finden die sich mit einfachen Mitteln und Apparaten reproduzieren lassen. Das bietet angenehme Einschränkungen im Universum der Möglichkeiten.
5
Ab und zu werde ich gefragt, Workshops zu geben. Meistens gibt es dann keinen Grund, nein zu sagen. Es würde mich freuen, wenn Studenten nach meinem Workshop noch sicherer als zuvor wüssten, dass sie Designer werden wollen. In diesem Sinne bin ich ein Missionar.
6
Ich weiss nicht, wie der Unterricht an der HfK normalerweise organisiert ist. Aber während eines Workshops sitzen die Studenten für ein paar Tage intensiv beieinander. Aus meiner eigenen Studienzeit erinnere ich mich dunkel, dass ich die Kommentare zu den Ideen der anderen oft genau so lehrreich fand wie die Bemerkungen zu meiner eigenen Bastelarbeit. Das Wettkampfelement, alle bearbeiten die gleiche Aufgabe, ist ziemlich interessant. Für mich war es motivierend zu sehen, dass die anderen immer die besseren Sachen hatten.
7
Bei einem Workshop darf nicht getrödelt werden. Ein paar Gedanken nur und die Sache ist auch schon wieder vorbei.
THOMAS WEYRES
1
1978, Diplom 2005 an der FH Münster, FB Design. Berlin, Kreuzberg
2
Eigentlich Editorial Design, aber zunehmend Corporate Design und Web
3
2005
4
Mir ging es um einen Eingriff in ein System, oder eine Neuinterpretation eines bestehenden Systems. Wir haben erst gemeinsam zwei Beispiele angesehen, zum einen "I am new" – ein Video des Musikers Kutiman aus Israel. Er hat ein Album produziert, das komplett aus Youtube-Videos gesampelt ist. Interessant finde ich hier, wie Kutiman Videos fremder Menschen neu arrangiert und einzelne Teile zu einem neuen, komplexen Ganzen zusammensetzt, aus dem jedoch die einzelnen verwendeten Teile klar heraus lesbar sind. Zum anderen haben wir uns eine ältere Arbeit von mir für den Westfälischen Kunstverein und DIE ZEIT angesehen – hier ging es um die Kodierung von Informationen im Kontext von SMS-Nachrichten. In ihrer extrem minimalistischen, strengen Form erscheinen die Grafiken zunächst wie abstrakte Zeichnungen oder Computergraphiken. Erst auf den zweiten Blick wird deutlich, dass die Grafiken Fingerbewegungen auf der Tastatur des Handys visualisieren: Als Betrachter kann man versuchen, zu rekonstruieren, welche Nachrichten hinter den Linienformationen verborgen sein mögen, und man beginnt, über den Prozess der Codierung individueller Nachrichten mittels eines normierten Zeichensystems sowie deren unsichtbare Versendung durch den Kommunikationsraum nachzudenken.
Aufgabe war anschliessend, ein bestehendes System, welches sich innerhalb des Raumes der HfK befindet, neu zu interpretieren.
5
Das hat sich so ergeben und war keine bewusste Entscheidung.
6
Ich denke Austausch ist das Rückgrat jedes Workshops.
7
Austausch, einen direkten Blick in die "wirkliche" Welt werfen.
KRISTIAN WOLF
1
geboren am 06. Februar 1971
— 1989 bis 1990 Berufsausbildung Siebdrucker
— 1990 bis 1991 Studium Druckereitechnik
— 1991 bis 1998 Studium Kommunikationsdesign in Wuppertal
bei Prof. Dr. h. c. Bazon Brock und Prof. Uwe Loesch
— 1998 bis 2001 Wissenschaftlicher Mitarbeiter Lehrgebiet für Visuelle
Kommunikation Prof. Hans Günter Schmitz
— 1999 Gründung des Designbüros chewing the sun gbr
— 2001 bis 2002 WMA-Stelle zur Förderung des Gründungsvorhabens Tracerecorder durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung
— 2002 Gründung der Chewing the Sun Kommunikationsdesign GmbH
zusammen mit Eva Gödel und Martin Steinigen
— 2004 bis 2007 Vertretungsprofessur für das Fach Online Medien im Fachbereich
Design der Fachhochschule Münster
— seit SS 09 Vertretungsprofessur für das Fach Gestaltung konzeptueller /
kommunikativer Prozesse am Fachbereich Gestaltung der FH Bielefeld
2
Konzeption (medienunabhängig)
3
Die ersten gestalterischen Auseinandersetzungen, die ich erinnere fanden
wohl im Kindergarten statt.
4
Service Learning
Aufgabe: Suchen Sie sich eine Non-Profit Organisation, für die Sie ein neues
CD entwerfen.
Erstellen Sie eine Geschäftsausstattung und/oder eine Kampagne.
5
Es war mein erster – ich bin von Andrea eingeladen worden. Ich fand es sehr
interessant zu erfahren, wie Eure Gruppe gearbeitet hat. Trotz extrem kurzer
Bearbeitungszeit hatten am Ende alle eine nachvollziehbare Präsentation. Die
konzeptionelle Verdichtung, die durch die komprimierte Arbeitszeit entsteht
ist sehr fruchtbar.
6
Der Austausch zwischen den Studierenden? Ich glaube, die gemeinsame
Zwischen- und Endpräsentation der Ergebnisse ist für alle Teilnehmer ein
unglaublich wichtiger Lernfaktor. Zu sehen was die anderen gemacht haben und
sich selbst dazu ins Verhältnis zu setzen, ist im Studium total wichtig.
Diese Reibungsfläche kann ein Dozent nicht bieten, er kann nur die Situation
inszenieren und diese Situation entsteht im Workshop.
7
Ein Workshop bietet die Gelegenheit, einen Tag der Konzentration auf ein
Thema auszuhalten und/oder zu genießen. Die Recherche und
Orientierungsphase, die für die konzeptionelle Auseinandersetzung manchmal
sehr wichtig ist, ist im Workshop sehr kurz. Da zeigt sich, ob jemand in der
Lage ist, in seinem eigenen Fundus zu graben und Ideen ans Licht zu
befördern. Das ist eine Feuerprobe für Gestalter. Was nicht drin ist, kann
auch nicht rauskommen.
LUDOVIC BALLAND
1
1. Oktober 1973. Grafikfachklasse in Basel an der Schule für Gestaltung, abgeschlossen in 2000. Basel, Basel.
2
Typographie/Editorial Design/Erscheinungsbilder
3
seit 2000
4
zum beispiel : 'Remember me what you saw' oder 'write me the titel' oder 'bring me the M' ... der Titel versucht immer, eine reale Arbeitssituation zwischen Kunde und Designer zu erzeugen. Ich komme, um etwas zu verlangen, ich nehme den Studenten als 'Kollaborateur' oder als 'Mitarbeiter' wahr.
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Es ist ein gute Austauschsmöglichkheit, ferner möchte ich meine Haltung Design und Typographie gegenüber kommunizieren. Auch weil ich gerne sehe, wie was in anderen Schulen funktioniert. Design ist letzlich immer ein persönlicher Blick. Workshops ermöglichen es den Studenten, eben diese persönliche Erfahrung mit dem Workshopleiter zu machen.
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Das Wichtigste ist die Aufgabenstellung. Sie soll Raum für den Prozess lassen. Und natürlich die Ausseinandersetzung der Studenten mit dem Thema.
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Stärken sind die konzentrierte Zeit und das Resultat am Ende der Woche. Schwäche ist, dass die kurze Zeit keine Entwicklung auf Dauer ermöglicht. Workshops sind wie kurze Elektroshocks. Sie sind wie ein kurzer 'Trip'. Es macht abhängig.